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Erste Hilfe für den Führerschein: Pflicht, Ablauf und Gültigkeit

17. Juni 20263 Min. Lesezeit

Erste Hilfe ist Pflicht für jeden Führerschein. Was im Tageskurs mit 9 Unterrichtseinheiten auf dich zukommt, wie lange die Bescheinigung gilt und wie du Sehtest und Passfoto gleich miterledigst.

Ohne Erste-Hilfe-Nachweis bekommst du keinen Führerschein, egal ob Auto, Motorrad oder Roller. Die gute Nachricht: Der Kurs ist an einem Tag erledigt und du lernst dabei Dinge, die im Ernstfall wirklich zählen. Wir erklären, was dich erwartet, wie lange die Bescheinigung gilt und wie du Sehtest und Passfoto gleich mit abhakst.

Ist Erste Hilfe Pflicht für den Führerschein?

Ja. Seit 2015 gilt für alle Führerscheinklassen ein einheitlicher Erste-Hilfe-Kurs mit 9 Unterrichtseinheiten. Früher reichte für den Autoführerschein ein kürzerer Sofortmaßnahmen-Kurs, heute ist der vollständige Kurs Pflicht, von der Klasse AM und dem Roller über Klasse B und BF17 bis zu den Anhänger- und Lkw-Klassen. Die Bescheinigung legst du bei der Führerscheinstelle vor.

Was lernst du im Erste-Hilfe-Kurs?

  • Eine Unfallstelle absichern und den Notruf 112 richtig absetzen
  • Bewusstsein und Atmung prüfen und Betroffene ansprechen
  • Die stabile Seitenlage bei erhaltener Atmung
  • Herz-Lungen-Wiederbelebung mit Druckmassage und Beatmung
  • Den Umgang mit einem Defibrillator (AED)
  • Wunden versorgen, Blutungen stoppen und einen Schock erkennen

Wie lange dauert der Kurs?

Der Kurs umfasst 9 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten, also rund 7,5 Stunden inklusive Pausen. Er findet komplett an einem Tag statt und du nimmst die Bescheinigung direkt am Ende mit. Eine Prüfung gibt es nicht, es zählt die Teilnahme.

Wie lange ist die Erste-Hilfe-Bescheinigung gültig?

Für den Führerscheinantrag hat die Bescheinigung kein festes Ablaufdatum, sie verfällt also nicht. Wer den Kurs dagegen als betrieblicher Ersthelfer nutzt, frischt das Wissen alle zwei Jahre auf. Für den Führerschein selbst reicht der einmalige Nachweis.

Vor oder während der Fahrausbildung?

Beides ist möglich. Du kannst dich auch ohne Bescheinigung in der Fahrschule anmelden und mit dem Fahren beginnen. Spätestens für den Führerscheinantrag brauchst du den Nachweis, deshalb lohnt es sich, den Kurs früh zu erledigen und einen Punkt von der Liste zu streichen.

Sehtest und Passfoto gleich miterledigen

Für den Führerscheinantrag brauchst du neben der Erste-Hilfe-Bescheinigung einen amtlich anerkannten Sehtest und ein biometrisches Passfoto. Wer den Erste-Hilfe-Kurs über das Fahrschulzentrum bucht, bekommt beides ohne Aufpreis dazu und hat alle drei Pflicht-Schritte an einem einzigen Tag erledigt.

Erste Hilfe ist nicht nur ein Häkchen für den Führerschein. Im Ernstfall zählt jede Minute, in der du weißt, was zu tun ist.

Häufige Fragen

Ja. Der Tageskurs mit 9 Unterrichtseinheiten gilt einheitlich für alle Klassen, vom Mofa und der Klasse AM über Klasse B und BF17 bis zu den Anhänger- und Lkw-Klassen.

Für den Führerscheinantrag gibt es kein festes Ablaufdatum. Wer den Kurs als betrieblicher Ersthelfer nutzt, frischt das Wissen dagegen alle zwei Jahre auf.

Nein. Du kannst dich auch ohne Bescheinigung anmelden und mit dem Fahren beginnen. Spätestens für den Führerscheinantrag brauchst du den Nachweis.

Für eine Erweiterung um eine neue Klasse ist meist kein neuer Kurs nötig, wenn die Erste Hilfe beim ersten Führerschein schon nachgewiesen wurde. Im Zweifel hilft die Führerscheinstelle weiter.

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